KSC Landsweiler

Der KSC Landsweiler steigt in die 1. Bundesliga auf

 

 

Unsere Kegler haben einen einzigartigen Erfolg gefeiert. Erstmals in der Geschichte des Dorfes Landsweiler hat es ein Verein in die höchsten deutsche Spielklasse geschafft. Die kommenden Gegner aus Duisburg, Herford oder Düsseldorf müssen dann im „La Dolce Vita“ ihre Aufwartung machen und der ganze Ort darf sich auch auf Lokalduelle mit dem Abonnement-Meister aus Oberthal und unseren Kollegen aus dem Hüttersdorfer Katzloch freuen.
Aber wie kam es überhaupt zu diesem Triumph: Die Ausgangslage vor dem letzten Durchgang in Rösrath war klar: Im Duell zwischen den Gastgebern und dem KSC Landsweiler entschied nur die Holzzahl über den Aufstieg, die Einzelwertungen waren ohne Bedeutung. Und da waren die Jungs aus der Nähe des Köln/Bonner Flughafens die eindeutigen Favoriten.
Was sich dann in den sechs Stunden auf der Kegelbahn in Rösrath abspielte, wird keiner, der dabei war, so schnell vergessen. Im ersten Block trat Hilbert Wagner für unsere Mannschaft an und er hatte es mit sehr starker Konkurrenz zu tun. Der Rösrather Friedhelm Kohlhoff hatte mit rund 900 Holz am Ende knapp die Nase vorn, aber Ferdinand Fuchss (Kirchberg, 896) und auch Hilbert Wagner (885) ließen sich nicht abhängen.Der Oberthaler Carsten Thull landete mit 864 Holz auf Platz4.
Im zweiten Block lief es dann nicht nach unseren Vorstellungen. Das lag weniger an der Leistung von Markus Martin (869), sondern an den tollen Ergebnissen der Konkurrenz. Der Kirchberger Falko Stockter räumte auf Bahn 3 sogar durch (265 Holz) und lieferte mit 940 Holz die Tagesbestzahl ab. Jan Demetrio aus Rösrath ließ sich nicht lumpen und konterte mit 921 Holz. Da auch Gilles Mores aus Oberthal 893 Holz warf, waren wir so plötzlich auf Rang 4 abgerutscht:


Stand nach zwei Startern:
1. TuS Kirchberg 1836 Holz
2. CFK GW Rösrath 1821 Holz
3. KF Oberthal 2 1757 Holz
4. KSC Landsweiler 1754 Holz

 

Dann kam der Block des KSC Landsweiler. Holger Philippi spielte vorzüglich, mit Zahlen von 223 bis 241 ließ er seine drei Konkurrenten meilenweit hinter sich. Mit 471 Holz gewechselt und 939 Holz zum Schluss waren das Produkt einer Glanzvorstellung, die unser Team wieder ins Titelrennen zurückbrachte. Und wir kletterten wieder auf Platz eins der Zwischenrechnung:


1. KSC Landsweiler 2693 Holz
2. TuS Kirchberg 2691 Holz
3. CFK GW Rösrath 2675 Holz
4. KF Oberthal 2 2599 Holz

 

Und das Auf und Ab ging weiter. Ingo Wagner kam nicht so richtig ins Rennen und musste rund 40 Holz an den Rösrather Michael Stippe abgeben.
Dann ging es auf einem erstaunlichen Niveau weiter. Im fünften Block übertrafen gleich drei Starter die 900-er Marke. Sportwart Thomas Benzkirch hielt 120 Wurf bravourös dagegen und musste dem hoch eingeschätzten Ralf Hennes nur zwei Holz überlassen (910 zu 912 Holz).
Dann kam der Showdown nach rund fünf Stunden nervenaufreibendem Kegelkampf. Unser Sportwart präsentierte eine Überraschung in der Aufstellung: Altmeister Jeannot Peter kam nach langer Verletzungspause und ohne echten Härtetest in diesem entscheidenden Moment zum Einsatz. Eine Entscheidung, die im Falle eines Misserfolgs sicher auch für Diskussionsstoff gesorgt hätte. Aber was Erfahrung im Kegeln bedeutet, das demonstrierte unser Luxemburger Kamerad in Perfektion. Nach einer Bahn war der Rückstand schon in einen Vorsprung umgewandelt. 237 Holz von ihm brachten uns mit vier Holz in Front. Und jetzt gaben die mitgereisten Fans erst richtig Gas: „Auf geht‘s Jeannot, mach ne Neun, mach ne Neun, mach ne Neun!“ schallte es über die Bahnen. Und Jeannot machte die Neuner und entnervte damit seinen Rösrather Gegner Thomas Habeth zusehends. Je mehr der KSC Landsweiler Oberwasser bekam, umso lauter wurden die Anfeuerungsrufe. Auf der zweiten Bahn baute er den Vorsprung aus, um eine Bahn später wieder Holz um Holz abgeben zu müssen. So kamen die letzten 15 Wurf, in denen nach mehr als 11.000 Wurf die Entscheidung darüber fallen sollte, welcher Verein in der nächsten Runde in Liga Eins antreten darf. Und wieder zeigte der Ex-Weltmeister seine Klasse. Acht Blanke in Folge bei den Würfen 22 bis 28 und der Jubel kannte keine Grenzen. 26 Holz Vorsprung bedeuteten den großen, kaum für möglich gehaltenen Erfolg unserer Kegler.
Ein Wort muss auch an die unterlegenen Gastgeber gerichtet werden. Nach einer tollen Runde gingen die Rösrather als haushoher Favorit in diese letzte Veranstaltung und mussten dann im letzten Augenblick den KSC Landsweiler noch passieren lassen. Aber auch in dieser schweren Stunde gratulierten sie unserem Team und zeigten sich als wirklich faire Sportsleute. Hut Ab vor solch einer tollen Einstellung, das werden alle mitgereisten Landsweiler sicher nicht vergessen.

 

Die Einzelergebnisse:

 

CfK Rösrath                                     KSC Landsweiler

 

Kohlhof Freidhelm 900/18 Hilbert Wagner 885/15
Demetrio Jan 921/22 Martin Markus 869/12
Hohmann Markus 854/9 Philippi Holger 939/23
Stippe Michael 872/13 Wagner Ingo 834/4
Hennes Ralf 912/21 Benzkirch Thomas 910/20
Habeth Thomas 830/3 Peter Jeannot 880/14


3 Punkte 86 EW 5289 Holz              4 Punkte 88 EW 5315 Holz

 

TuS Kirchberg                                   KF Oberthal 2

 

Fuchss Ferdinand 896/17 Thull Carsten 864/11
Stockter Falko 940/24 Mores Gilles 893/16
Störig Heiko 855/10 Molitor Patrick 842/5
Adams Markus 845/6 Thull Sebastian 813/1
Bender Matthias 904/19 Steier Klaus 845/7
Martin Andreas 847/8 Schön Timo 819/2


2 Punkte 84 EW 5287 Holz               1 Punkt 42 EW 5076 Holz

 

 

Schlussstand:


1. KSC Landsweiler 344 EW 16 Punkte
2. CfK GW Rösrath 331 EW 15 Punkte
3. TuS Kirchberg 286 EW 10 Punkte
4. KF Oberthal 2 239 EW 9 Punkte